Brillenpass und Brillenrezept erklärt


Brillenpass und Brillenrezept unterscheiden sich im wesentlichen durch ihr Aussehen und den Herkunftsort: während der Brillenpass vom Optiker ausgestellt wird, erhalten Sie ein Brillenrezept ausschließlich beim Augenarzt. Sowohl Brillenpass als auch Brillenrezept enthalten aber die gleichen Angaben zu den Sehwerten welche zur Herstellung einer Korrekturbrille notwendig sind. Brillenpass und Brillenrezept sind immer personenbezogen. Das bedeutet, dass der Brillenpass und das Brillenrezept persönlich für eine bestimmte Person ausgestellt wurden und nicht übertragbar ist.

Hier sehen Sie jeweils ein Beispiel eines Brillenpass und eines Brillenrezepts.

 Beispiel eines Brillenpass          Beispiel eines Brillenrezeptes


 

 

Sowohl Brillenpass als auch Brillenrezept enthalten die folgenden Werte: 

Pupillendistanz (PD)

Die Pupillendistanz gibt den Abstand der Augen vom Nasenrücken an. Da nicht jedes Gesicht gleich geformt ist und die Augen je nach Gesichtsform enger beieinander oder weiter auseinander liegen, können Optiker die Brillengläser auf die persönliche Gesichtsform hin schleifen. Dadurch ist sichergestellt dass Sie durch Ihre personalisierte Brille besten Durchblick haben. 

Optiker und Augenärzte können Ihre Sehwerte zuverlässig bestimmen.Spähre (sph)

Der Wert der Sphäre gibt Ihre persönliche Fehlsichtigkeit, also Ihre Sehwerte von Kurz- oder Weitsichtigkeit in Dioptrie an. Wenn Sie keine Kurz- oder Weitsichtigkeit haben, liegen Ihre Werte bei 0. Bei negativen Werten spricht man von einer Kurzsichtigkeit. Bei positiven Werten spricht man von einer Weitsichtigkeit. 

Zylinder (cyl)

Ein Zylinderwert in Ihrem Brillenpass oder Brillenrezept weist auf eine Verkrümmung der Hornhaut hin. Eine Hornhautverkrümmung bedeutet dass das Auge eine andere Rundung aufweist als ein Auge ohne Hornhautverkrümmung. Somit muss auch die Krümmung des Brillenglases auf Ihr Auge und die Form Ihrer Hornhaut angepasst werden. 

Achse (ach)

Der Achsenwert gibt die Ausrichtung einer Hornhautverkrümmung an. Ein Achsenwert kann nur existieren wenn Sie auch einen Zylinderwert in Ihrem Brillenpass oder Brillenrezept haben. Der Achsenwert zeigt dem Brillenherstelle die Richtung an, in welche Ihre Hornhautverkrümmung liegt. Auf Basis des Achsenwertes kann der Brillenhersteller dann die Brillengläser auf die spezielle Form Ihrer Augen hin schleifen. 

Addition (add)

Einen Additionswert gibt es ausschließlich dann, wenn Sie eine Sehschwäche in beide Richtungen haben, d.h. sowohl Kurz- als auch Weitsichtig sind. Zum Beispiel zum Kauf einer Gleitsichtbrille wird also ein Additionswert benötigt. Der Additionswert gibt die Differenz zwischen Ihrer Kurz- und Ihrer Weitsichtigkeit an. 

 

Im Brillenpass können Sie außerdem noch Angaben zu den Maßen Ihrer jetzigen Brille finden. Da der Brillenpass vom Optiker meist bei Bestellung einer Brille beigelegt wird, kann der Brillenpass auch Informationen über die Frontgröße, das Herstellungsdatum der Brille, die Gestellmarke, etc. enthalten. Diese Informationen können Ihnen beim Kauf Ihrer nächsten Brille behilflich sein und auf brillenradar.de können Sie die Filter im linken Menü nutzen, um speziell nach neuen Brillengestellen zu suchen die Ihrer alten Brille ähneln. Die Vorbereitung auf den Brillenkauf online ist sehr wichtig. Erfahren Sie mehr auf unseren weiteren Informationsseiten.

Damit Sie Ihre Sehwerte in jedem Fall richtig ablesen, ist das Eingabemenü für Ihre Sehwerte animiert. In unserem Erklärvideo sehen Sie, wie Sie Ihre neue Brille vergleichen und die Sehwerte zur richtigen Preisberechnung eingeben können. Auf unseren Kategorieseiten können Sie dann Ihre Sehwerte eingeben. 

 

 

Sehwerte überprüfen lassen


Sehwerte sollten regelmäßig vom Augenarzt überprüft werden

Zur regelmäßigen Überprüfung der Sehwerte ist es empfehlenswert, jährliche Termine beim Augenarzt zu vereinbaren. In der Regel wird der Sehtest beim Optiker von der Krankenkasse im Rahmen der Vorsorgeleistungen übernommen. Ob Ihre Krankenkassen Ihren Besuch beim Augenarzt zahlt, erfahren Sie meist bereits Online im Leistungskatalog Ihrer Krankenkasse. Andernfalls fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, ob diese den Sehtest beim Augenarzt bezahlt. Nur beim Augenarzt können eventuell auftretende Augenkrankheiten frühzeitig erkannt und behandelt werden. Bei gesetzlich Versicherten ist der Sehtest in der Regel zuzahlungsfrei.

Erkrankungen der Augen sind für einen Optiker nicht unbedingt zu erkennen und können im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Aus diesem Grund ist bei erstmaligem Auftreten einer Sehschwäche und auch bei gefühlt gleichbleibenden Sehwerten ein Besuch beim Augenarzt ratsam. Nur Augenärzte sind medizinisch geschult, um pathologische Auffälligkeiten Ihres Auges zu erkennen und zu diagnostizieren. Ganz besonders wenn Sie eine chronische Erkrankung wie zum Beispiel Diabetes, Glaukom oder Bluthochdruck haben, ist ein regelmäßiger Besuch beim Augenarzt unerlässlich um gegebenenfalls auftretende Nebenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.  

Auch der lokale Optiker kann Sehwerte prüfen

Für eine erste Einschätzung Ihrer Sehwerte lohnt es sich, zuerst zum Optiker Ihres Vertrauens zu gehen. Jeder lokal ansässige Optiker bietet in der Regel einen Sehtest an. Bei den meisten Optikern, wie zum Beispiel auch Fielmann und Apollo, ist dieser Sehtest bei Kauf einer Brille kostenlos. Sollten Sie lediglich Ihre Sehwerte benötigen, aber nicht planen eine Brille beim Optiker zu kaufen, kann ein Sehtest auch gegen Entgeld vorgenommen werden. In der Regel immer kostenpflichtig sind Sehtests wie sie zum Beispiel zum Erlangen eines Führerscheins benötigt werden. Es lohnt sich hier oftmals Preise zu vergleichen, da diese nicht gesetzlich reguliert sind und sogar bei Ketten von Filiale zu Filiale unterschiedlich sein können.