Brechungsindex


Der Brechungsindex von Brillengläsern sagt über die Dicke und das Gewicht des Brillenglas aus.Der Brechungsindex sagt über die Dicke der Brillengläser aus

Brillengläser können aus verschiedenen Materialien und mit verschiedenen Herstellungsweisen produziert werden. Aussage über die Dicke des Brillenglases trifft dabei der jeweilige Brechungsindex. Alle lichtdurchlässigen Materialien brechen das Licht in sich. Die Anzahl der Lichtbrechungen können gemessen werden und ergeben den Brechungsindex. Je höher der Brechungsindex eines Brillenglases ist, desto dünner ist das Brillenglas. Beim Kauf einer Brille kann der Kunde zumeist aus Indexen zwischen 1,5 und 1,74 wählen, wobei der Brechungsindex von 1,74 im dünnsten Brillenglas zu finden ist. Generell wird zumeist bei großer Sehschwäche zu einem hohen Brechungsindex geraten, da dann das Brillenglas insgesamt ästhetischer und filigraner gearbeitet werden kann.


 

- zu einem Brechungsindex von 1,5 wird bei einer Sehschwäche von +/- 2 Dioptrien geraten.

- zu einem Brechungsindex von 1,6 wird bei einer Sehschwäche bis +/- 3,5 Dioptrien geraten.

- zu einem Brechungsindex von 1,67 wird bei einer Sehschwäche von +/- 3,5 bis +/- 6 Dioptrien geraten.

- zu einem Brechungsindex von 1,74 wird bei einer Sehschwäche von größer als +/- 6 Dioptrien geraten.

 

Für Brillenträger ebenfalls relevant ist das verringerte Gewicht bei hohem Brechungsindex. So ist das Brillenglas bei einem Brechungsindex von 1,74 nicht nur dünner, sondern auch von geringerem Gewicht. Der Tragekomfort der Brille erhöht sich also deutlich mit dem höheren Brechungsindex eines Brillenglases und somit dem geringeren Gewicht. 

Durch die Dünne des Brillenglases bei einem hohen Brechungsindex werden die Brillengläser zum Teil instabiler. So raten manche Brillenhersteller grade bei randlosen Brillengestellen dazu einen geringen Brechungsindex von zum Beispiel 1,5 oder 1,6 zu wählen.

Auf brillenradar.de können Sie bei der Suche bereits angeben, welchen Brechungsindex Sie für Ihre neue Brille haben möchten. Dies geht über das obere Menü zum Beispiel auf den Kategorieseiten für Damenbrillen und Herrenbrillen. Schauen Sie sich unser Erklärvideo an und sehen Sie, wie auch Sie auf brillenradar.de online Brillen vergleichen können und direkt die Endpreise der Produkte aller Anbieter sehen können. 

 

 

Materialien zur Herstellung von Brillengläsern


Kunststoffe

Kunststoffgläser bestechen durch besonders geringes Gewicht und hohe Widerstandsfähigkeit. Diese Eigenschaften werden durch die spezielle Biegsamkeit und Belastbarkeit von Kunststoffgläsern erreicht.

 

Minerale und Silikate

Mineralische Brillengläser oder auch Silikatgläser werden aus einem Gemisch aus geschmolzenen Werkstoffen hergestellt. Diese sind Dolomit, Kalkstein, Soda und Quarzsand. Mineralische Brillengläser sind um einiges Härter als Kunststoffgläser und somit weniger kratzanfällig. Wie man es jedoch von anderen gläsernen Gegenständen gewohnt ist brechen Mineralische Brillengläser leichter und sind auf Grund ihrer geringen Widerstandsfähigkeit nicht für randlose Brillen oder Teilrandbrillen geeignet. Auch kann ein mineralisches Glas leichter splittern und somit zum Sicherheitsrisiko werden und ist bis zu 50% schwerer als ein vergleichbares Kunststoffglas. Viele Brillenhersteller verwenden aus diesen Gründen mittlerweile ausschließlich Brillengläser aus Kunststoff.

 

Polycarbonat

Brillengläser aus Polycarbonat, einer speziellen Form von Kunststoff, gelten unter Optikern als besonders bruchsichere Gläser mit einer guten Wirkung gegen UV-Licht. Da Polycarbonat ein sehr belastbarer Stoff ist, können Brillengläser aus Polycarbonat auch sehr dünne angefertigt werden und haben eine lange Lebensdauer. Viele Optiker verwenden daher Polycarbonatgläser besonders in Sportbrillen.