Kontaktlinsen sind die unsichtbare Alternative zur Brille

Kontaktlinsen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Viele der über 40 Millionen Brillenträger in Deutschland greifen regelmäßig zu einer Kontaktlinse statt zur Brille. Obwohl die Brille in den letzten paar Jahren als Accessoire neuentdeckt wurde, wissen doch viele Brillenträger die Kontaktlinse für ihre dezente Nützlichkeit zu schätzen.


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Geschichte der Kontaktlinse


Was viele nicht wissen: Überlieferungen von ersten Brillen wie wir sie heute kennen gibt es bereits aus dem 13. Jahrhundert. Aber nicht nur die Brille ist der Menschheit schon länger ein Begriff, auch die Idee von der Kontaktlinse ist nicht so neu, wie sich vermuten lässt. Tatsächlich wird aus medizinischen Berichten ersichtlich, dass bereits Anfang des 18. Jahrhunderts das Konzept der Kontaktlinse untersucht und getestet wurde.

Im Jahr 1948 schließlich meldete der Amerikaner Kevin Tuohy ein Patent auf eine aus dem Kunststoff PMMA, umgangssprachlich Plexiglas, hergestellte Kontaktlinse an. Die Idee für das Patent basierte auf den Forschungen mehrerer Wissenschaftler und Mediziner, die bereits in das 18. Jahrhundert zurückreichen. In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die erste Linse aus Kunststoff hergestellt. Durch Tuohys Anmeldung zum Patent erlangte die Idee der Kontaktlinse Bekanntheit und durch weitere Forschung auf dem Gebiet wurden in 70er Jahren erstmals Kontaktlinsen in Serie hergestellt.

 

 

Über die Kontaktlinse


Kontaktlinsen können, genau wie Brillen in Sehstärke, dazu genutzt werden, eine Sehschwäche auszugleichen. Dabei ist es egal ob die Sehschwäche in Form einer Kurz- oder Weitsichtigkeit besteht. Kontaktlinsen werden direkt in das Auge eingesetzt, während Brillen vor das Auge positioniert werden.

Sehen Sie wie eine Kontaktlinse aufgebaut ist

Brillen und Kontaktlinsen sind ähnlich geformt.

Obwohl es auf den ersten Blick nicht so scheint, sind Brillen und Kontaktlinsen ähnlich geformt. Bei Weitsichtigkeit, wenn also naheliegende Objekte nicht gut erkannt werden, sind Brillengläser im Zentrum des Glases dicker und verlaufen zum Rand des Brillenglases dünner aus. Bei Kurzsichtigkeit hingegen sind Brillengläser im Zentrum des Glases dünner und nehmen nach außen hin an Dicke zu.

Auch Kontaktlinsen sind auf Grund der physikalischen Bedingungen so geformt. Das heißt bei Kurzsichtigkeit ist die Kontaktlinse am Rand dicker als in der Mitte, bei Weitsichtigkeit umgekehrt. Kurzsichtige Menschen gewöhnen sich in der Regel weniger schnell an das Tragen einer Kontaktlinse, da der dickere Linsenrand im Auge schneller als Fremdkörper wahrgenommen wird und Irritationen hervorruft. In der folgenden Grafik können Sie erkennen, dass der innerste Bereich der Kontaktlinse dazu genutzt wird Weitsichtigkeit zu korrigieren und die Nahsicht zu verbessern, wohingegen die äußeren Ränder zur Korrektur von Kurzsichtigkeit und somit Verbesserung der Fernsicht manipuliert werden können.

 

Kontaktlinsen sind also, wie der Name schon sagt, Linsen, die einfallendes Licht brechen und so an die Rückwand des Auges, die Netzhaut projiziert. Die Linse korrigiert damit immer eine Verformung des Auges. Bei Kurzsichtigkeit wird das einfallende Licht bereits vor der Netzhaut wieder an einem Punkt gebündelt und zerstreut sich dahinter noch einmal. Es entsteht ein unscharfes Abbild entfernter Objekte. Die Kontaktlinse zur Korrektur von Kurzsichtigkeit wird auch Zerstreuungslinse genannt, und verschiebt das vom Auge wahrgenommene Lichtbild weiter nach hinten, auf die Netzhaut. Kontaktlinsen zur Korrektur von Weitsichtigkeit werden in der Physik auch als Sammellinsen bezeichnet. Sie helfen dem Auge dabei das Licht zu bündeln und bescheren dadurch ihrem Besitzer klare Sicht auf nahe Gelegenes.

Das Auge reagiert auf Kontaktlinsen anders als auf Brillengläser

Bei der Entwicklung der ersten Kontaktlinsen stieß man schnell an die Grenzen der Belastbarkeit des Auges. Der mangelnde Tragekomfort der frühen Kontaktlinsen wurde früh der speziellen Sauerstoffversorgung des Auges zugeschrieben. Während zu fast allen Teilen unseres Körpers der Sauerstoff über rote Blutkörperchen transportiert wird, ist unsere Hornhaut des Auges nicht in diese Verbindung eingeweiht. Adern würden die Sicht des Auges einschränken. Daher kann die Hornhaut des Auges über den Tränenfilm den Sauerstoffbedarf decken. Deckt man diesen Tränenfilm zum Beispiel durch umfassende, sauerstoffundurchlässige Linsen ab, ist diese Form der Sauerstoffaufnahme verhindert, und der Kontaktlinsenträger erfährt Symptome brennender und juckender Augen. Durch spezielle sauerstoffdurchlässige Materialien kann diese Unannehmlichkeit umgangen werden.

Generell werden unsere heutigen Kontaktlinsen daher aus Kunststoff hergestellt und direkt ins Auge eingesetzt. Dabei hat die Kontaktlinse zu keinem Zeitpunkt tatsächlichen Kontakt zum Auge an sich, sondern bleibt von der empfindlichen Hornhaut des Auges immer durch die Tränenflüssigkeit getrennt, welche das Auge umgibt.

Ins Auge eingesetzte Kontaktlinse

 

 

Arten von Kontaktlinsen und Ihre Materialien zur Herstellung


Seit der ersten Idee, eine Linse statt in Form einer Brille vor das Auge direkt in das Auge einzusetzen wurde mit vielen Materialien experimentiert. Während erste Versuche noch mithilfe von mit Wasser gefüllten Glasschalen umgesetzt wurden, hat die Wissenschaft und Medizin seitdem den Weg über Glas hin zu den Kunststoffen gefunden.

Formstabile Kontaktlinsen werden heute aus Silikonen und Fluorkarbonmaterialien hergestellt

Die ersten formstabilen Kontaktlinsen der Welt wurden noch aus Glas hergestellt. Während dieses eine relativ hohe Beständigkeit hatte, war doch die Verletzungsgefahr hoch und die gläsernen Linsen konnten nur kurz getragen werden, da sie durch gänzliche Sauerstoffundurchlässigkeit dem Träger bereits nach kurzer Zeit schmerzende Augen bereiteten. Heute werden formstabile Kontaktlinsen daher aus Silikonen und Fluorkarbonmaterialien hergestellt, welchen zum Teil auch weiter Stoffe zur Erhöhung der Sauerstoffdurchlässigkeit beigefügt werden. Die Sauerstoffzufuhr der Hornhaut kann dadurch sichergestellt werden.

Weiche Kontaktlinsen sind in ihrer Form flexibler als weniger gewöhnungsbedürftig

Durch die spezielle Wandelbarkeit ihrer Form fühlt sich die weiche Kontaktlinse im untrainierten Auge weniger wie ein Fremdkörper an und wird besonders von erstmaligen Kontaktlinsenträgern besser angenommen. Weiche Kontaktlinsen haben in der Regel einen Durchmesser zwischen 13 und 14,5 mm, in Abhängigkeit von den individuellen Augenmaßen ihres Trägers. Mit diesem Durchmesser sind weiche Kontaktlinsen größer als formstabile Kontaktlinsen. Durch die große Auflagefläche wird gewährleistet, dass trotz ihrer Beweglichkeit die flexible Kontaktlinse nicht verrutscht.

Weiche Kontaktlinsen werden zumeist aus Hydrogel hergestellt. Hydrogel besteht zu einem sehr hohen Anteil aus Wasser. Durch diesen hohen Anteil an Flüssigkeit sind sie angenehm zu tragen und wirken im Auge, auf der Tränenflüssigkeit aufliegend, nicht wie ein Fremdkörper. Ebenfalls zur Kontaktlinsenherstellung werden Silikon-Hydrogel Gemischen verwendet. Diese gelten als modernstes Material zur Herstellung von Kontaktlinsen, da die Eigenschaften des hohen Flüssigkeit-anteils des Hydrogel mit der hohen Sauerstoffdurchlässigkeit des Silikons kombiniert wird. Silikon Hydrogel Kontaktlinsen gelten als die besten Modelle für empfindliche und zu Trockenheit leidende Augen.